Ein ganzheitliches Sicherheitskonzept für Ihre Praxis
Selbstverteidigung & Deeskalation für Praxisteams
In einer modernen Arzt- oder Zahnarztpraxis ist das Wohlbefinden Ihres Teams ebenso wichtig wie das Ihrer Patienten. Leider nehmen Übergriffe auf medizinisches Personal – sei es verbale Gewalt oder sogar körperliche Angriffe – in den letzten Jahren stetig zu. Insbesondere in stressigen, angespannten Momenten, wie sie in der Patientenversorgung auftreten können, benötigen Praxisteams schnelle, effektive und vor allem sichere Handlungsstrategien.
Unser Selbstverteidigungs- und Deeskalationstraining bietet eine praxisorientierte Lösung, um Ihr Team nicht nur vor Übergriffen zu schützen, sondern auch, um Konflikte frühzeitig zu erkennen und gewaltfrei zu entschärfen. Mit einem individuell zugeschnittenen Seminar, das sich an die spezifischen Anforderungen Ihrer Praxis anpasst, vermitteln wir:
- Intra-Fight Taktiken – einfache, effektive Techniken, um in unerwarteten Konfliktsituationen schnell und sicher zu reagieren.
- Deeskalationsstrategien – verbale und nonverbale Kommunikationsmethoden, die dabei helfen, Spannungen abzubauen und eine Eskalation zu vermeiden.
- Präventive Maßnahmen – wie Sie bereits im Vorfeld Risiken erkennen und sich als Team proaktiv schützen können.
Warum dieses Training für Ihre Praxis wichtig ist:
- Schutz vor Gewalt: Präventive Strategien und Selbstverteidigungstechniken helfen dabei, Ihre Mitarbeitenden vor physischen und psychischen Belastungen zu schützen.
- Bessere Teamdynamik: Regelmäßige Schulungen stärken das Teamgefühl und fördern die Zusammenarbeit in herausfordernden Situationen.
- Verstärkter Fokus auf Prävention: Unsere praxisnahen Konzepte zeigen nicht nur, wie man in einem Notfall reagiert, sondern auch, wie man gefährliche Situationen schon im Vorfeld erkennt und entschärft.
Trainingsinhalt und Ablauf
Unsere Seminare werden direkt in Ihrer Praxis durchgeführt und auf Ihre speziellen Gegebenheiten und Anforderungen abgestimmt. Wir bieten praxisnahe Übungen, die Ihre Mitarbeitenden direkt in die Anwendung der Techniken einführen – so können Sie die erlernten Fähigkeiten sofort im Praxisalltag umsetzen.
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Taktiken, die im Seminar vermittelt werden
In einem Intra-Fight – einem Handgemenge, das plötzlich und unvorhersehbar beginnt – geht es vor allem darum, ruhig und schnell zu reagieren. Mitarbeitende in Praxen sind oft in engen Behandlungsräumen tätig, was die Bewegungsfreiheit einschränkt. In diesen Situationen sind praktische, schnelle Techniken notwendig, die auch unter stressigen Bedingungen effektiv bleiben.
- Schnelle Abwehrbewegungen: Das Seminar lehrt einfache, aber effektive Techniken, um sich gegen Schläge oder Angriffe zu schützen. Dies kann durch die Verwendung von Möbeln im Raum (z. B. der Empfangstheke oder einem Stuhl) oder durch das gezielte Blocken und Ausweichen geschehen.
- Weglaufen und Fluchtwege erkennen: Ein essenzieller Bestandteil der Intra-Fight-Taktik ist es, immer einen Fluchtweg im Auge zu haben, besonders in engen Praxisträumen. Mitarbeitende werden darauf geschult, sich schnell aus der Gefahrenzone zu entfernen, wenn dies möglich ist.
- Notruftechniken: In extremen Fällen, in denen ein Kampf unumgänglich wird, wird auch das Senden eines Notrufs unter Stress trainiert, ohne den Angreifer auf die eigene Kommunikation aufmerksam zu machen.
- Nutzung des Umfeldes: Mitarbeitende werden angeleitet, Verteidigungspositionen zu finden und Räume so zu nutzen, dass der Angreifer in einen ungünstigen Winkel gezwungen wird.
Deeskalation: Den Konflikt frühzeitig entschärfen
Deeskalationstechniken sind der Schlüssel zur Vermeidung von Gewalt. Ein entscheidender Vorteil dieser Techniken ist, dass sie es den Mitarbeitenden ermöglichen, Konflikte bereits im Gespräch zu entschärfen, bevor sie körperlich werden.
1. Aktives Zuhören
Dem Patienten das Gefühl zu geben, gehört zu werden, kann oft die Spannung abbauen. Dies geschieht durch aktives Zuhören, in dem der Angreifer verbal in seiner Ausdrucksweise gebremst wird – ohne, dass es als Konfrontation wahrgenommen wird.
2. Ruhe bewahren
Deeskalation funktioniert nur, wenn die Mitarbeitenden selbst ruhig bleiben. Die Schulung zielt darauf ab, auch in stressigen Momenten eine ruhige, kontrollierte Haltung zu bewahren und den Patienten nicht zu provozieren.
3. Wahrnehmung von Körpersprache
Ein weiteres Trainingsziel ist es, die Körpersprache des Patienten zu lesen. Eine gespannte Körperhaltung, Fäuste oder ein erhöhter Tonfall können frühe Anzeichen für Aggression sein. In solchen Momenten hilft es, durch bewusstes Sprechen und langsame Bewegungen die Situation zu entschärfen.
4. Umgang mit aggressiven Patienten
Szenarien aus der Praxis – z. B. unzufriedene Patienten, die verbal ausfällig werden – werden durchgespielt. Mitarbeitende lernen hier, mit gezielten Aussagen wie „Ich verstehe Ihre Frustration“ oder „Lassen Sie uns gemeinsam eine Lösung finden“ Spannungen abzubauen.
Prävention: Gefährliche Situationen im Vorfeld verhindern
Der wichtigste Schritt in der Selbstverteidigung und im Krisenmanagement ist die Prävention. Prävention geht weit über technische Selbstverteidigung hinaus und umfasst proaktive Maßnahmen, die eine Eskalation von vornherein vermeiden.
1. Erkennung von Risikofaktoren
Ein wichtiger präventiver Ansatz ist die Schulung des Teams, Risikofaktoren zu erkennen. Hierzu zählen Patienten, die häufige Notfallbehandlungen benötigen, psychische Erkrankungen haben oder unter dem Einfluss von Drogen stehen.
2. Sicherheitskonzepte für den Empfangsbereich
Der Empfangsbereich stellt in vielen Praxen den ersten Kontakt zu den Patienten dar. Hier sollten sichtbare Sicherheitsvorkehrungen (z. B. Notrufsysteme oder Sichtschutz) geschaffen werden. Auch eine klare Kommunikation und ein höflicher, aber bestimmter Umgangston können helfen, Konflikte von vornherein zu vermeiden.
3. Teamkommunikation und Schulung:
Alle Mitarbeitenden sollten regelmäßig in Kommunikationstechniken geschult werden, die im Team selbst und gegenüber den Patienten eine deeskalierende Wirkung haben. Regelmäßige Teammeetings können helfen, Vorfälle zu besprechen und präventive Strategien kontinuierlich zu verbessern.
Warum Intra-Fight Seminare so wichtig sind
Das Intra-Fight-Seminar spielt eine zentrale Rolle, da es den Mitarbeitenden nicht nur auf theoretische Weise beibringt, wie sie sich in einer eskalierenden Situation verhalten sollen, sondern ihnen auch praktische Fähigkeiten und Selbstvertrauen vermittelt. Ein solches Training ist essenziell, weil es Mitarbeitenden in der Praxis ermöglicht, wachsamer und ruhiger auf potentiell gefährliche Situationen zu reagieren.
Durch die Kombination aus Deeskalation und Intra-Fight-Techniken profitieren die Mitarbeitenden nicht nur in der Notwehr, sondern auch im Alltag – indem sie ein besseres Verständnis für riskante Situationen entwickeln und in der Lage sind, präventiv zu handeln.